6.1.2023 – Warmer Jahreswechsel sorgt für frühen Austrieb

Nach einem kurzen Wintereinbruch Anfang Dezember ist in unserem gesamten Projektgebiet kaum noch Frost in Sicht. Weite Teile Deutschlands haben in der Sylvesternacht Rekordtemperaturen verzeichnet.

Da wundert es nicht, dass auch unsere Pflanzen darauf reagieren. Erste Triebe bei den Geophyten (Zwiebel- und Knollenpflanzen), also den Wilden Tulpen und den Winterlingen haben wir um diese Jahreszeit erwartet. Sie sind uns inzwischen von vielen Klimabeeten gemeldet worden, wobei die Tulpe noch einen Vorsprung hat. Dass nun auch schon die bodennahen Knospen der sogenannten Hemikryptophyten (z. dt. „Halbverborgenen“) aufbrechen, ist für diese Jahreszeit schon bemerkenswert. Was unsere Projektarten im Botanischen Garten in Berlin betrifft, habens bereits das Seifenkraut, die Kronwicke, die Graue Skabiose und sogar die Wilde Malve Ihre diesjährige Wachstumssaison eingeläutet.

Es lohnt also ein genauerer Blick in das Klimabeet. Wir sind gespannt, wie sich die Pflanzen nun weiterentwickeln ...

Die türkisfarbenen Pfeile deuten jeweils auf die neuen Austriebe, die gelben Pfeile zeigen entweder auf die dunkelvioletten kompakten Winterruheknospen des Seifenkrautes (li. oben) oder auf die noch vorhandenen letztjährigen Blätter der Wilden Malve (re. oben) oder der Kronwicke (re. unten). Türkisfarbene Pfeile bei allen Bildern weisen auf das neue Wachstum hin, z. B. die rötlich überlaufenen Triebe des Seifenkrautes, eine gerade aufbrechende Knospe der Wilden Malve oder die jüngsten Blätter der Grauen Skabiose (li. unten). Deren rosettenförmige Blätter sind auch während des starken Frostes grün geblieben. Neues Wachstum ist an der etwas rötlich überlaufenen Mittelrippe zu erkennen. Bei der Kronwicke kann man sogar schon fast die Blattform erahnen; um im Beobachtungsbogen das entsprechende Feld anzukreuzen, sollten sich aber auch die Einzelblättchen soweit entfaltet haben, dass deren Form deutlich zu erkennen ist.

Diese Winterlinge (li.) sind gerade einen Tag alt und werden bei gutem Wetter sicher bald ihre Blütenknospen sehen lassen. Die ersten Triebe der Tulpen hatten wir ebenfalls um diese Jahreszeit erwartet, sie zeigen allerdings ein außergewöhnlich schnelles Wachstum, so dass bei der ersten Pflanze schon die Blattform zu erkennen ist (Mitte), gleichzeitig kommen noch weiter neue Triebe aus dem Boden (re.)

 Fotos: Birgit Nordt

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Das Projekt hat eine Laufzeit von Juli 2021 bis Februar 2024 und wird im Rahmen des Förderbereichs Bürgerforschung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Es gehört zu 15 Projekten, die bis Ende 2024 die Zusammenarbeit von Bürger*innen und Wissenschaftler*innen inhaltlich und methodisch voranbringen und Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen geben sollen.
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